Crusader Kings II – Review-Story-Let’s Play-Dings Teil 2

Es folgt der zweite Teil meines “Reviews” zu Crusader Kings II.

Wer ihn nicht gelesen hat, findet den Ersten hier.

Im ersten Teil hat unser Herzog Vratislav eine Rebellion im eigenen Herzogtum niedergeschlagen und die Ländereien innerhalb dieses Gebiets ein wenig umverteilt. Nachdem er seinen 11-jährigen Sohn zum Grafen von Olmütz machte, schickt der Herzog ihm erstmal noch seinen Erzieher, einen seiner Bischöfe hinterher. Die Ausbildung des Jungen soll ja nicht gefährdet werden. Außerdem baut er weiterhin den herzoglichen Sitz in Prag aus.

Im Januar 1070 hat der Kaiser seinen Krieg um Mecklenburg beendet und diese Gebiete unter seiner Herrschaft ins Heilige Römische Reich eingegliedert. Im April des gleichen Jahres passiert aber für Vratislav etwas wesentlich wichtigeres:

 

Offensichtlich hat es Vratislav mit 38 Jahren immernoch drauf und er hat seine polnische Prinzessin geschwängert. Die erwartet jetzt sein siebtes Kind. Dafür gibts ein wenig Prestige, weil … öhm ja vermutlich, weil Vratislav so potent ist.

Im November ist es dann soweit und “Doubravka” erblickt das Licht der Welt. Kinder können vom Spieler bei der Geburt benannt werden, aber ich hätte es albern gefunden, das arme Mädchen “Ara” oder “Cindy” zu nennen und daher ist es der vorgegebene Name geworden. Gut ist allerdings, dass das Kind ein Mädchen und kein Junge ist, da der Herzog schon vier Söhne hat und jeder weitere außer dem Thronerben und vlt einem Ersatzerben nur das Land zu weit aufsplittert mit irgendwelchen Forderungen nach einer eigenen Grafschaft. Töchter dagegen kann man hervorragend verheiraten und damit Allianzen mit anderen Fürsten schmieden.

So vergeht ie Zeit im Reich des Herzogs. Seine Kinder werden älter und es sind fähige Tutoren für sie alle zu suchen.

 

Außerdem werden Vasallen beschenkt um sie zum Steuerzahlen zu animieren und Briefe und Goldgeschenke an den Papst geschickt, um die eigene Frömmigkeit in seinen Augen zu steigern. Der Hofpriester (eine der Beraterpositionen, die Vasallen einnehmen können … vornehmlich Bischöfe) wurde inzwischen auch nach Rom geschickt um die Beziehungen zum Papst weiter zu verbessern. Vratislav bereitet alles für seine Möglichkeit zu einer Krönung als König vor.

Zu Beginn des Jahres 1072 versucht Vratislav seine gerade volljährig gewordene Tochter Judita an den König von Frankreich zu verheiraten. Leider lehnt dieser ab.

 

Das bringt aber zumindest Vratislav dazu früh zu planen und er sorgt dafür, dass seine 1-jährige Tochter Doubravka mit dem zweijährigen Sohn und Erben des Kaisers vermählt werden soll. Also erst sobald sie 16 sind, solange sind sie einander vorest nur versprochen.

An einer anderen Front fordert einer der Bürgermeister in seinem Namen und dem der anderen Bürgermeister im Reich eine Senkung der Steuern für ihre Städte. Der Herzog besticht ihn mit einer ordentlichen Summe und der Bürgermeister beschließt die ganze unangenehme Angelegenheit zu vergessen.

Während dieser kleineren administrativen Querelen im Herzogtum bricht anderswo die Ketzerei aus.

 

… naja Vratislav wusste schon immer, dass diese Leute in Osnabrück nicht ganz richtig sein können.

Die ganze Sache mit den Bürgern und niedrigeren Steuern hat den Herzog aber auf eine Idee gebracht. Ab Februar 1073 müssen die Bürger in den Städten im Kriegsfall weniger Truppen an den Herzog abstellen, dafür lieben seine Bürger ihn. Was sie nicht wissen ist, dass er das getan hat, damit er dann in ein paar Jahren ihre Steuern weiter erhöhen kann und sie dann nicht so viel rummaulen. Geld ist viel wertvoller, als ein paar leicht bewaffnete Bürger aus den Städten, da der Großteil der Armee sowieso aus den Burgen des Herzogs rekrutiert wird.

 

Die nächsten Jahre vergehen weitgehend ereignislos. Bei Volljährigkeit des ältesten Sohns des Herzogs stellt sich heraus, dass sein Sohn übergewichtig und stolz ist, aber dafür ist er auch geduldig und freundlich … und schwul ist er auch, aber solange das niemand weis und er seine Pflichten im Bett erfüllt wird sich daran niemand stören. Vratislav versucht mit zunehmender Verzweiflung seine älteste Tochter zu verheiraten , aber es finden sich einfach keine geeigneten Kandidaten. Im Frühjahr 1076 wird sie dann eher widerwillig mit einem der mächtigeren französischen Grafen verheiratet, das ist zwar nicht die erste Wahl, aber immernoch besser als nichts. Im gleichen Jahr wird auch seine zweite Tochter, Ludmilla, volljährig und der Herzog stellt sich schon auf einen ähnlichen Verzweiflungsmarathon ein, als ein Bote aus Frankreich eintrifft. Scheinbar möchte der König den Kronprinzen von Frankreich, Hugues, mit Ludmilla verheiraten.

 

Offensichtlich hat Ludmilla ein glücklicheres Händchen mit den Kerlen.

1078 werden die Steuern für die Bürger, wie geplant, angehoben und im Juni 1079 erhält der Herzog die Zusage des Papstes, dass er zum König von Böhmen gekrönt wird.

Am 13. Juni 1079 wird Herzog Vratislav, der II., mit 47 Jahren, von Papst Alexander, dem III., in der Kirche von Prag zu Vratislav dem I., König von Böhmen, gekrönt.

 

Und damit endet die Geschichte Vratislavs vorerst.

Zu guter Letzt dann noch zur Frage in den Comments, wie die Gefechte ablaufen. Es ist nicht so, wie in der Total War-Reihe, dass man Echtzeitkämpfe ausführen könnte, sondern wenn sich zwei gegnerische Heere in einer Provinz gegenüberstehen kann man eigentlich nichts an der Schlacht verändern, man sieht nur, wie die drei Flanken der Heere gegeneinander aufgestellt sind, wer sie kommandiert und welche Taktik sie einsetzen. Und dann sieht man halt, wer wie viele Leute pro Tag in der Schlacht verliert und kann nur durch das Befehlen eines Rückzugs eingreifen.

 

5 Gedanken zu „Crusader Kings II – Review-Story-Let’s Play-Dings Teil 2“

    • Ja in manche Titel muss man sich erst ein wenig “reinarbeiten”, aber da ist natürlich dann die Zufriedenheit, wenn man etwas erreicht umso größer.

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