Schildkröte Mit Hut #8

Eine neue Schildkröte Mit Hut erwartet euch! Die Themen sind vielschichtig und interessant:

– Urteil des BVerfG
– Pussy Riot
– Aras Besuch in der Staatsanwaltschaft
– Die politische Situation Nordkoreas

 

Schildkröte mit Hut #8

 

Unter Weiterlesen findet ihr einige Links von Bildern, oder Artikeln, die wir im Podcast ansprechen.

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Ein Tag in der Polizeileitstelle

Heute gings für uns Praktikanten zur Hamburger Polizeileitstelle. Also der Ort an dem die Notrufe über 110 eingehen und die Streifenwagen koordiniert werden. War wirklich sehr interessant. Auf der einen Seite werden an Arbeitsplätzen mit mehreren Monitoren die Anrufe angenommen.  Auf den Monitoren sind dann Stadtpläne, die Eingabemasken, die verfügbaren Streifenwagen und so weiter. Auf der anderen Seite sind dann die Funker, die die Streifenwagen zu den jeweiligen Notrufen hinschicken. Die Funker heißen Michel 1-5  (Nach dem Wahrzeichen der Stadt) und die Streifenwagen Peter und ihre Kennziffer dahinter. Dabei besitzt die Hamburger Polizei auch nen Smart als Streifenwagen, der als einziger Wagen die Kennung “Peterchen” hat.

Rund 1/3 der Anrufe bei der Polizei sind Scherzanrufe. Entweder die typischen Anrufe nach Schulschluss oder aber ältere Leute die nach der Uhrzeit fragen, weil sie ihre Medikamente nehmen müssen. Die Leitstelle hat auch Stammkunden, wobei der Rekord bei rund 3000 Anrufe pro Tag von einem einzelnen liegen soll, dabei kamen fünf Handys gleichzeitig zum Einsatz. Als der gute Herr einmal kurzfristig eingewiesen wurde, hatte das massive Auswirkungen auf die Statistik der Leitstelle. Ein weiteres Drittel sind Informationsauskünfte, als zum Beispiel welche Polizeidienststelle zuständig ist und ein Drittel sind dann tatsächlich Notrufe für die dann ein Streifenwagen losgeschickt wird.

Pro Anruf wird dann eine digitale Akte angelegt und in der wird dann der weitere Verlauf protokolliert. Ruft ein Anrufer noch einmal von der Nummer an, dann öffnet sich sofort die Akte und man weiß was bisher schon geschehen ist. Je nachdem in welche Kategorie der Anruf dann eingeteilt wird, erhält der Streifenwagen die Erlaubnis zur Blaulichtfahrt oder nicht. Auch sind die Kategorien nach Priorität eingeteilt, das bedeutet, dass eine Ruhestörung Samstagabend hinter der Messerstecherei anstehen muss. Spannend war auch, dass CSI-Like zwei große Flachbildschirme von der Decke hingen auf denen sie sich die einzelnen Verkehrsüberwachungskameras der Stadt live einspielen lassen können. Wenn also zum Beispiel auf ner Autobahn oder ner großen Kreuzung ein Unfall ist.

Wir durften auch in einige Notrufe reinhören wobei wirklich alles dabei war. Unfälle auf der Autobahn, Suizidversuche, Sohn der seine Mutter mit dem Messer bedrohte, Reizgas in ner Schule oder ähnliches. Das Hauptproblem ist, dass die Leute meist nicht sagen können wo sie sich gerade befinden. Während Festnetznummern recht schnell geortet werden können, dauert es bei Handys je nach Netzanbieter ne Weile und dann hat man auch erstmal nur die Funkzelle. Für eine genauere Ortung müsste dann ne Spezialabteilung bemüht werden. Von daher sollte man mehr sagen können als “bin bei McDonalds”.

Lustig war auch, dass wir selbst nen Einsatz ausgelöst haben. Denn als sich unsere Gruppe von 17 vor dem Polizeipräsidium traf, sah uns ein Streifenwagen. Dieser informierte die Leitstelle, dass vor dem Polizeipräsidium eine Demonstration sei. Der Leiter der Leitstelle erinnerte sich dann aber doch daran, dass er uns erwartet.

Auch wurde endlich meine Frage beantwortet, wann man wirklich die 110 anrufen sollte und wann direkt das Polizeirevier: Immer wenn ein Streifenwagen benötigt wird, sollte man die 110 anrufen. Ruft man nämlich direkt beim Polizeirevier auf dem Festnetz an, dann muss das Revier der Leitstelle mitteilen, dass sie einen Wagen rausschicken, damit man in der Leitstelle weiß, dass der Wagen nicht zur Verfügung steht. Von daher ist es Jacke wie Hose und die 110 ist nicht nur für wirkliche Notfälle da, sondern auch für kleine Parkrempler oder so. Mit 1/3 Scherzanrufen ist man aber vermutlich eh abgehärtet.

Es war jedenfalls ultra spannend das ganze Mal hautnah zu erleben. Auch wenn es an nem Mittwochvormittag natürlich recht ruhig war. Die durchschnittliche Antwortzeit in Hamburg liegt übrigens bei rund sechs Sekunden, womit man Deutschlandweit sehr weit vorne liegt. Teilweise haben Großstädte bis zu einer Minute Warteschleife, weil zuwenig Personal eingesetzt wird.

Die Abhängigkeit vom Smartphone

Man mag es sich ja selbst nicht eingestehen, aber man ist schon ganz schön abhängig von der modernen Technik. Dies wurde mir heute noch einmal so wirklich bewusst. Heute war meine Verpflichtung als studentischer Praktikant bei der Staatsanwaltschaft, das heißt, dass ich nun nen Haufen Amtsdelikte erfüllen kann. So kann ich nun den besonders schweren Fall des Landesverrates erfüllen (Gibt nun statt maximal 15 Jahren bis zu lebenslang!), mich der Bestechlichkeit schuldig machen oder,  was wohl die relevanteste Fallgruppe sein sollte, Privatgeheimnisse preisgebe. Im gleichen Rahmen hatten wir auch eine kurze Einführung in die Staatsanwaltschaft. Interessant ist übrigens, dass ich ein Mädchen-Praktikum wohl habe. Von 18 Praktikanten sind 14 weiblich. Obwohl wir größtenteils alleine mit unserem jeweiligen Ausbilder die Zeit verbringen, gibt es auch einige Gruppen-Events die angeboten werden.

So geht es einmal in die Polizeileitstelle, also dort wo die Notrufe auflaufen und die Einsatzfahrzeuge koordiniert werden, aber auch in die Justizvollzugsanstalt. Und dort gilt: Keine Handys! Somit sollen wir tatsächlich uns ohne Handy aus dem Haus bewegen. Erst nach und nach realisierte man, was es für eine Einbuße der Lebensqualität ist, wenn man mal ohne Smartphone unterwegs ist. Nicht nur dass Komfortfeatures, wie zum Beispiel Chatten und Surfen unterwegs, wegfallen, sondern natürlich auch die Möglichkeit jederzeit zu Telefonieren, was ja mehr oder weniger auch ein Sicherheitsfeature ist. Darüber hinaus aber auch viele andere Annehmlichkeiten.

So hab ich mich seit Jahren daran gewöhnt, dass ich einfach von Zuhause losgehe und wenn ich nicht weiter weiß, dann frag ich die Bahn-App oder Google Maps wie ich nun weiterfahren muss. Das geht nun nicht… Ich muss mir tatsächlich die Wegbeschreibung merken oder ausdrucken… Wie 1999! Auch nutze ich mein Handy als Uhr und Mp3-Player. Gut den halben Tag kann ich auch auf Musik verzichten, aber keine Uhr? Ich kann doch nicht ohne Uhr aus dem Haus. Ich muss doch zumindest wissen ob ich rechtzeitig ankomme und wenn ich da bin wie lange ich noch warten muss. Ich meine ich muss mir jetzt echt nen Uhr-Ersatz besorgen.

Und das obwohl ich die Hälfte meines Lebens ohne Handy gelebt habe und mehr als dreiviertel ohne Smartphone. Es ist krass wie stark ein Smartphone das Leben verändert und beeinflusst hat. Ich würde sogar sagen, dass das Smartphone die größte und wichtigste Innovation seit dem Krieg nach dem Internet war. Naja gut vielleicht noch YouPorn davor… Aber spätestens dann!

P.S.: Bei der Recherche nach einem Bild von der JVA-Billwerder hab ich das Teaserbild oben gefunden… Die haben nen fucking Graben um die JVA gezogen… Ob da Krokodile drin leben?

Schildkröte Mit Hut #7

Dieses Mal bei Schildkröte Mit Hut haben wir uns angeschickt über Games zu reden und haben kläglich versagt. Also folgt eine Schildkröte mit Hut zu den folgenden Themen:

– Frauen
– ein bisschen dies und das nebenher, aber hauptsächlich Frauen

 

Schildkröte mit Hut #7

 

Außerdem gibt es einen Vote, bei dem Ara euch bittet abzustimmen, wenn ihr den Podcast zu Ende gehört habt.

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Tolles Preview Video zu einem tollen Spiel

So hier das von Ara angekündigte Preview-Video. Es handelt sich dabei um ein Video, welches wir für diesen, von Ara erstellten, Allvatar Artikel aufnahmen und welches sich an absolute Dota-Unwissende richtet. Wer also schon immer wissen wollte, was DotA eigentlich ist, der sollte mal reinschauen. Wer sich schon derbe auskennt möge bitte auch reinschauen und mich in den Kommentaren für kleinste Fehler flamen!

Justitia Kurios #1 – Widerrufsrecht bei Dominas

Fall #1

Die meisten von euch wissen sicherlich, dass man als Verbrauche für gekaufte Waren im Internet grundsätzlich ein 14-Tägiges Widerrufsrecht hat. Das heißt, wenn es einem dann doch nicht gefällt, kann man die Sache einfach wieder zurückschicken. Die gilt grundsätzlich auch für Dienstleistungen.

So ersteigerte jemand auf gesext.de zwei Dominas für 86 Euro. Anschließend entschied er sich jedoch doch noch um und machte von seinem Widerrufsrecht Gebrauch. Dies sahen die Betreiber von gesext.de anders und wollten die vereinbarte “Nicht-Gesext-Gebühr” (Copyright by me!) von 15%, also rund 13 Euro, haben. Denn springt der Bieter oder Anbieter ab, kommt es also nicht zum Sex, wird eine Strafgebühr fällig. Der Käufer weigerte sich jedoch diese “Nicht-Gesext-Gebühr” zu zahlen und so musste sich ein Amtsrichter in Stuttgart mit dem Fall beschäftigen.

Dieser stellte fest, dass es sich beim genüsslichen Auspeitschen durch zwei Dominas um eine Freizeitaktivität handelt. Gemäß § 312b III Nr. 6 besteht jedoch kein Widerrufsrecht bei Dienstleistungen aus dem Bereich der Freizeitgestaltung. Somit muss der Kläger die 13 Euro an den Anbieter der Plattform zahlen, hinzu kommen Rechtsanwalt- und Gerichtsgebühren. (AG Stuttgart, 07.03.2012 – 50 C 6193/11)

Unverbindlicher Rechtsrat von Ara: Bei Dominas gilt: Kneifen zählt nicht!

Fall #2

Wir bleiben in Stuttgart und beim Thema Sex-Gegen-Geld. Post-Oberinspektor Reinhard G. (53) verliebt sich in die 23-Jährige Prostituierte Ibolya. Er geht davon aus, dass dies auf Gegenseitigkeit beruht, denn immerhin soll Ibolya zu ihm gesagt haben, dass er was besonderes sei und  „Das mit den anderen, das ist doch nur ein Job!“.

Da ist es doch selbstverständlich, dass Reinhard seiner großen Liebe etwas Geld gibt. Für eine angebliche Hepatitis-Behandlung in Ungarn nimmt er einen Kredit von 45.000 Euro [Sic!] auf. Zusätzlich macht die Mutter von Reinhard, immerhin stolze 84 Jahre alt, 1200 Euro locker. Ibolya nimmt das Geld und geht nun in einem Vorort von Stuttgart anschaffen, bei Reinhard meldet sie sich nicht mehr.

Diese traurige Geschichte erlangt aber erst später ihren Höhepunkt. Denn Reinhard hat wirklich kein Glück in der Liebe. Denn so teilt er Bild.de zum Schluss folgendes mit: “Jeden Monat muss ich 800 Euro zurückzahlen, dazu kommt der Unterhalt an meine philippinische Ex-Frau und die teure Miete. Ich bin ruiniert.“ (Bild.de)

Unverbindlicher Rechtsrat von Ara: 800 Euro im Monat für Nutten ausgeben, rentiert sich mehr als für ne philippinische Ex-Frau. Und btw für 45.000 Euro kann man die Durchschnittsprostituierte rund 20 Tage Vollzeitbuchen.

Fall #3

Wir bleiben im Rotlichtviertel, wechseln aber von Stuttgart nach Hamburg. Vor dem Amtsgericht Hamburg sitzt Sandra (24) auf der Anklagebank. Sie soll auf der Reeperbahn einige Freier abgezockt haben, in dem sie mit den EC-Karten der Kunden Schindluder getrieben hat. So hat sie einem schweizer Ingenieur rund 14.000 Euro vom Konto runtergeplündert.

Bereits die Beweisaufnahme vor Gericht war mehr als amüsant. Auf die Frage des Richters ob der Zeuge die Angeklagte wiedererkennen würde, bejahte er dies zu “99,9 Prozent”. Wiedererkannt hat er sie vor allem an „ihren schönen Brüsten“.

Wie genau es auf dem Zimmer ablief schildert ein anderer Zeuge: „Sie wollte 150 Euro. Ich gab ihr meine Kreditkarte. Dann sagte sie zu mir, dass sie 1650 Euro abgehoben hat. Und ich sollte eine Quittung unterschreiben”. Auf die Frage ob sich das ganze denn auch gelohnt hätte kam jedoch raus, dass es  keinen Sex gab. Denn beim Gedanken ans verlorene Geld konnte er nicht mehr. (Bild.de)

Unverbindlicher Rechtsrat von Ara: Nuttenprellen heißt bumsen ohne zu zahlen… Nicht zahlen ohne zu bumsen.

 

E3 – Keynote Roundup (Microsoft, EA, Ubisoft, Sony)

Die E3 ist ja bekanntermaßen keine Publikumsmesse, sondern eine Fachmesse auf der sich dementsprechend hauptsächlich Journalisten und andere Menschen aus der Videospielbranche tummeln. Allerdings veranstalten die großen Publisher mit ihren Keynote-Präsentationen, die live gestreamed werden, auch ein wenig etwas für den zuhause sitzenden Fan.

Die meisten der großen Publisher haben heute ihre Keynotes abgehalten und da ich ja unverfrorenerweise auch noch so lange keinen Artikel mehr auf dem Blog hier veröffentlicht hatte, wollte ich mal meine Gedanken zu den 4 Keynotes von Microsoft, EA, Ubisoft und Sony teilen. (Die Nintendo-Stream-Keynote habe ich nicht gesehen und die “richtige” Nintendo-Keynote ist ja erst heute abend. Vielleicht schreibt Ara etwas über Nintendo, wir werden aber wohl einen Podcast zur E3 machen, in dem wir dann sicherlich ein, zwei Worte über Nintendo verlieren werden.)

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Live Pew Pew Sendung zum Diablo 3 Release | Schönes Gewinnspiel

Wie bereits vor einigen Tagen angekündigt, wird es passend zum Diablo 3 Release einen Live Pew Pew geben. Am kommenden Montag, 14.5.2012, ab 21:30 Uhr werden Boba und ich euch die letzten Stunden versüßen. Ich hörte sogar die Gerüchte, dass Chosi vorbeischauen wird. Und dann werden wir einfach die beste Release-Sendung ever abhalten! Wir werden ein bisschen über Diablo 3 schnacken, vor allem werden wir, wie in den Kommentaren letztens gewünscht, noch einmal auf alle fünf Klassen eingehen.

Dazu gibt es auch noch ein nettes Gewinnspiel. So gibt es richtig nice Steelseries-Hardware im Diablo 3-Design zu gewinnen. Bis Sonntag könnt ihr noch die News zur Pew Pew Ankündigung auf Facebook sharen und so einen Gewinn abstauben. Ein zusätzliches Headset, gibt es direkt in der Sendung zu gewinnen. Details gibt es in der Ankündigung zur Sendung:

Pew Pew Live Ankündigung